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Das Projekt wurde im Rahmen der EU - Gemeinschaftsinitiative LEADER+, mit einer Co-Finanzierung des Landwirtschafts - ministeriums Mecklenburg - Vorpommerns sowie des Landkreises Müritz gefördert.
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| Gutshäuser in Mecklenburg |
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Landleben
Ein Leben im Gutshaus um 1940 berichtet... |
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Leben im Gutshaus- Wie war es damals?
Hier ein Bericht von Marie- Luise Nehring Gut Zierzow bei Röbel
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Eine Kindheit auf dem Lande
Marie- Luise Nehring
Was sind rund 60 Jahre in der Menschheitsgeschichte? Nicht mehr als ein Atemzug. Und doch hat sich in diesen 60 Jahren, die ich mit mehr oder weniger Bewußtsein überblicken kann, so viel getan wie nie zuvor in einer vergleichbar langen Epoche.
Meine Kinder, geboren 1957, 1959 und 1961, sind hineingewachsen in eine Zeit, in der die Nachkriegswehen überwunden waren und das „Wirtschaftswunder“ in vollem Gange. Aber wir Eltern, die wir harte Zeiten kennen gelernt hatten, konnten ihnen, so denke ich, noch das Gefühl für Bescheidenheit und die Disziplin der Beschränkung vermitteln. Meine Enkelkinder sind Teil einer Überflussgesellschaft und einer gefährlichen Reizüberflutung ausgesetzt.
Sie wachsen mit modernsten Kommunikationsmitteln auf, das Fernsehen ist eine tägliche Verführung, und sie spielen mit Computern wie ihre Väter mit Legosteinen und ihre Großväter mit Ankersteinbaukästen. Sie fahren in Zügen, die mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h durch die Lande rasen, und ohne Auto können sie sich das Leben gar nicht vorstellen.
Worte wie Computer, Handy und Fax, die es vor einer Generation noch gar nicht gab, gehören heute zum selbstverständlichen Vokabular schon eines jeden Kindes. Die Geschichte von „Peterchens Mondfahrt", für uns als Kinder ein phantastisches Märchen, ist schon längst Realität geworden.
Wie sah eine Kindheit vor 60 Jahren aus, verbracht in ländlicher Abgeschiedenheit?
Es gibt unendlich viele Biografien und Kindheitserinnerungen in der Literatur, geschrieben von Leuten, die das sehr viel besser können als ich, aber zu erfahren, wie die eigene Mutter und Großmutter ihre Kinderzeit erlebt hat, ist vielleicht doch etwas anderes.
Jedenfalls habe ich beschlossen, den Versuch zu machen, aufzuschreiben, was mir aus meinen Kinderjahren in Erinnerung geblieben ist, ein Bild zu geben von dem Zierzow, wie es bis 1945 bestanden hat, und das den Hintergrund bildete für glückliche unbeschwerte Jahre.
Ich bin mir darüber durchaus im klaren, dass z.B. meine Cousinen, die um etliches älter sind als ich und die Zierzow in einem viel bewussteren Alter erlebt haben, wenn sie in den Ferien unsere gemeinsamen Großeltern besuchten, mir manche Unrichtigkeiten nachweisen könnten, da naturgemäß die Erinnerungen einer Achtjährigen sehr viel lückenhafter sind als die einer Achtzehnjährigen.
Aber dieses Risiko nehme ich in Kauf. Auch stelle ich fest, dass beim Nachdenken über diese Zeit doch einiges an die Oberfläche kommt, was lange Jahre verschüttet war. Ich will mich aber auch erinnern an das, was nach dem tiefen Einschnitt 1945 folgte und was ich als überschattet und bedrückend erlebt habe.
Zierzow - dabei denke ich zuerst an das Haus!
Verglichen mit den Gutshäusern in der Nachbarschaft ist es eher klein. Langgestreckt und schneeweiß getüncht liegt es da, mit dekorativen Söllern an allen vier Ecken und einem Mittelrisalit, gebaut nach dem Geschmack, wie er in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts herrschte.
Das Dach ist tief heruntergezogen und erweckt zur Frontseite nach Süden den Eindruck eines einstöckigen Gebäudes; man ahnt nicht, dass es ein sehr geräumiges zweites Geschoss gibt.
Vor der Haustür bildet ein kunstvoll geschmiedetes Gitter eine Art Altane mit zwei ebenfalls schmiedeeisernen Bänken. Dadurch hat die Eingangssituation etwas Einladendes und Beschützendes.
Zwei große gepflegte Linden stehen rechts und links davon und beherrschen das Bild, wenn man über den Hof, herum um ein Rasenrondell mit kunstvoll geschnittenen Buchsbäumen auf das Haus zufährt.
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  | Leben im Gutshaus Zierzow |
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| Erleben Sie Ihren Urlaub auf dem Land! |
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